Wurzelfäule erkennen: Diese Anzeichen solltest du kennen
Deine Pflanze wirkt schlapp, obwohl du regelmäßig gießt? Das Substrat riecht muffig, Blätter werden welk statt knackig? Das sind klassische Anzeichen für Wurzelfäule – eine der häufigsten Ursachen, warum Zimmerpflanzen sterben. Die gute Nachricht: Früh erkannt, ist sie meist noch zu retten.
Was ist Wurzelfäule?
Wurzelfäule entsteht, wenn Wurzeln dauerhaft in zu nassem Substrat stehen. Ohne Sauerstoff beginnen sie zu faulen, Pilze und Bakterien breiten sich aus. Die Pflanze kann kein Wasser mehr aufnehmen – paradoxerweise sieht sie dann oft aus, als würde ihr Wasser fehlen.
Die wichtigsten Anzeichen
- —Welke, schlaffe Blätter trotz feuchter Erde
- —Gelbe oder braune Blätter, die sich weich statt trocken anfühlen
- —Muffiger Geruch aus dem Topf
- —Substrat bleibt tagelang nass, statt abzutrocknen
- —Stamm oder Stängel fühlt sich am Ansatz weich oder matschig an
Erste Hilfe bei Wurzelfäule
- 1Sofort austopfen und Wurzeln freilegen.
- 2Faulende Wurzeln abschneiden – braun, weich, matschig muss weg; gesunde Wurzeln sind weiß bis hellbraun und fest.
- 3Mineralisches Substrat verwenden, trocken einpflanzen.
- 4Zwei Wochen nicht gießen, damit sich neue Wurzeln bilden können.
Wichtig: Der Topf sollte ein Abzugsloch haben. Ohne Drainage kommt die Fäule sonst zurück.
Welche Pflanzen sind besonders anfällig?
Kakteen, Sukkulenten und Pflanzen mit dicken Wurzeln (wie Echinopsis oder Monstera) reagieren am empfindlichsten auf Staunässe. Bei ihnen reicht oft schon ein einziges Mal zu viel Gießen im Winter.
Nicht sicher, ob es wirklich Wurzelfäule ist?
Nicht jedes welke Blatt bedeutet Wurzelfäule – manchmal ist es einfach Wassermangel, zu viel Sonne oder ein Schädling. Statt zu raten, lade ein Foto deiner Pflanze bei plants/dont/die hoch. Doctor Plant vergleicht Blattfarbe, Substrat und Wuchsform mit tausenden Fällen und sagt dir in Sekunden, was wirklich los ist – inklusive konkretem Rettungsplan.